Solarstrom lokal erzeugt. Gemeinsam genutzt.

Lokale Energiegemeinschaften
Lostorf

Solarstrom lohnt sich am meisten, wenn man ihn selbst nutzt, am besten mit einem Batteriespeicher. Was übrig bleibt, soll in Lostorf bleiben und der Gemeinde zugutekommen: wo immer möglich als vZEV, ansonsten in einer der 27 koordinierten LEG. Nutzen wir diesen wertvollen Strom gemeinsam.


Vorgehen

Strategie

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Priorität 1: PV-Eigenverbrauch mit Batteriespeicher
Der PV-Eigenverbrauch reduziert direkt den vom Netz eingekauften Strom. Deshalb wird empfohlen, den am Tag überschüssigen Solarstrom mit einem Batteriespeicher im Gebäude auf den Nacht-Verbrauch zu übertragen. Die Preise für Batteriespeicher sind in den letzten Jahren stark gesunken und machen eine Investition heute vielfach wirtschaftlich attraktiv. Ein intelligentes Energiemanagementsystem kann den Eigenverbrauch zusätzlich deutlich steigern.
Primeo beteiligt sich mit bis zu 30 % an den Kosten für einen Batteriespeicher.
Details zur Förderung und Antrag anzeigen
Primeo Energiefonds B4: Projekte zum Ausbau von erneuerbaren Energien. Förderung von Batteriespeichern, Energiemanagement-Systemen, bi-direktionalen Batterien und PV Heatern. Beitrag max. 30 % der Netto-Projektkosten bis max. CHF 30'000. Förderantrag vor Projektstart.

Förderantrag Energiefonds Primeo: Onlineformular von Primeo Energie

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Priorität 2: vZEV auf Eigeninitiative
Wo ein gemeinsamer Netzverknüpfungspunkt besteht, ist der vZEV der LEG vorzuziehen, da hier aufgrund der ausbleibenden Netznutzungsentgelte höchste Rabatte/Erträge erzielt werden können. Interessierte Lostorferinnen und Lostorfer können jederzeit durch eigene Initiative einen vZEV gründen und informieren via Kontaktformular die Arbeitsgruppe Energiestadt.
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Priorität 3: Koordinierte LEG über alle Trafokreise
Liegenschaften mit PV-Überschuss und solche ohne PV-Anlage teilen Solarstrom in einer LEG, auch über das Quartier hinweg. Die LEG-Zonen richten sich nach dem Stromnetz: Die 27 Trafostationen ergeben 27 mögliche LEG-Zonen mit 40 % Rabatt auf die Netznutzung. Damit nicht unzählige, überlappende Zonen entstehen, werden die 27 LEG koordiniert aufgebaut. Alle Lostorferinnen und Lostorfer, ob Produzent oder Konsument, sollen so Zugang zu Energiegemeinschaften erhalten. Die entstehenden LEG werden auf dieser Homepage publiziert, damit sich Private anmelden können.
Rolle der Gemeinde
Die Gemeinde tritt in den LEG als Konsumentin und künftig auch als Produzentin auf: Sie will Solarstrom lokal beziehen und den Überschuss eigener PV-Anlagen bestmöglich verkaufen. In 12 der 27 Trafokreise besitzt sie Liegenschaften oder Stromanschlüsse, darunter Reservoire, Pumpwerke und Zivilschutzanlagen, und kann dort teilnehmen. Bei den eigenen Gebäuden sollen Speicher, Energiemanagement und vZEV-Möglichkeiten in der Umgebung gleich mit der Planung der PV-Anlagen geprüft werden. Nach der Aufbauphase übernimmt die Gemeindeverwaltung den Betrieb der 27 LEG, insbesondere die Mutationen der Teilnehmenden (Ein- und Austritte).
Rolle der Arbeitsgruppe Energiestadt
Die Arbeitsgruppe Energiestadt baut die 27 LEG in Eigenleistung auf, ohne dass dafür Kosten anfallen, und koordiniert die Gründungen. Ziel ist, den Aufbau in 1 bis 2 Jahren abzuschliessen und die LEG danach der Gemeinde für den Betrieb zu übergeben. Bei Batteriespeichern und vZEV informiert und berät sie, übernimmt aber keine operative Tätigkeit: Die Einrichtung ist Sache der Eigentümerinnen und Eigentümer. Um Erfahrungen zu sammeln, richtet sie derzeit selbst zwei vZEV ein und informiert die Bevölkerung Ende 2026 über die Ergebnisse. Sie hält den Kontakt zum Verteilnetzbetreiber Primeo.

Lokale Elektrizitätsgemeinschaft

Was ist eine LEG?

Eine Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) schafft einen lokalen Strommarktplatz: Wer eine Solaranlage betreibt, kann den überschüssigen Strom direkt an Nachbarinnen und Nachbarn im selben Quartier oder in der ganzen Gemeinde verkaufen.

Sind alle Teilnehmenden an derselben Trafostation angeschlossen, lassen sich die Netzentgelte um bis zu 40 % reduzieren, ein erheblicher Vorteil für alle Beteiligten.

Lostorf hat das Potenzial für 27 Quartier Elektrizitätsgemeinschaften.

Weitere LEG-Infos: lokalerstrom.ch – Betriebsmodell LEG

Schema einer Lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG)

Grafik: bkw.ch (In Lostorf ist der Energieversorger Primeo)

Lokalstrom direkt handeln
Produzenten verkaufen ihren Überschussstrom direkt an Verbraucher im selben Netzgebiet.
Beide Seiten profitieren
Produzenten erzielen mehr als den üblichen Einspeisevergütungssatz. Konsumenten zahlen weniger als den Netzstrompreis.
Reduzierte Netzkosten
Lokal gehandelter Strom durchläuft nur das Niederspannungsnetz. Der Verteilnetzbetreiber verrechnet deshalb reduzierte Netznutzungskosten.
Reduziert den Netzausbau
Lokal erzeugter Solarstrom wird direkt vor Ort im Quartier verbraucht und reduziert damit den Bedarf an kostspieligem Netzausbau.
Sparpotenzial
Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit Wärmepumpe spart durch die Teilnahme an der LEG rund CHF 80–200 pro Jahr, abhängig von Verbrauch und Nutzungsverhalten.
*Ersparnis Hochtarif: 4.91 Rp./kWh (13.86 %)
*Ersparnis Niedertarif: 2.90 Rp./kWh (10 %)
Hochtarif: Montag bis Freitag, 6–21 Uhr. Niedertarif: übrige Zeiten.
*(inkl. Abrechnungsgebühr LEG und MwSt.)
80–200.-
Ersparnis pro Jahr
LEG-Tarife für Produzenten und Konsumenten
Gültig für das Jahr 2027
Produzenten erhalten
Hochtarif
13.05
Rp./kWh
Niedertarif
11.80
Rp./kWh
Konsumenten bezahlen
Hochtarif
15.05
Rp./kWh
Niedertarif
13.80
Rp./kWh
zuzüglich MwSt.
Hochtarif: Montag bis Freitag, 6–21 Uhr. Niedertarif: übrige Zeiten.
In den Tarifen ist die LEG-Abrechnungsgebühr von 1 Rp./kWh bereits enthalten. Die Details sind in den Rechnern ersichtlich.
Wer kann mitmachen?
Haushalte mit Solaranlage (Produzenten)
Haushalte ohne Solaranlage (Konsumenten)
Bestehende vZEV-Teilnehmende
Gewerbebetriebe

LEG Trafo-Karte

Die 27 möglichen Trafo-Kreise in Lostorf: Adresse eingeben oder auf einen Kreis klicken, um alle zugehörigen Adressen anzuzeigen.

Trafo-Kreise mit ☀️ haben bereits eine LEG in Gründung oder in Betrieb.

Die Namen der Trafo-Kreise wurden grösstenteils von Primeo übernommen. Sämtliche Angaben stammen aus dem LEG-Checker von Primeo.

Adresse suchen
Trafo-Kreise (27)
01 – Schulstrasse ☀️
1 PV28 kWp
02 – Brüel
03 – Mineralquelle
04 – Stufenpumpwerk
05 – Unterdorf
06 – Fuchsloch
07 – Suissetec
08 – Mühlerain
09 – Industriestrasse
10 – Büntenmatt
11 – Lätthubel
12 – Wolfacker
13 – Kirchmatt
14 – Rigistrasse
15 – Höhenweg
16 – Dorf
17 – Mahren
18 – Buechhof
19 – Büchlen
20 – Wartenfelsstrasse
21 – Obere Reben
22 – Eien
23 – Bad
24 – Mehrzweckhalle
25 – Schlattmatt
26 – Wengistrasse
27 – Eibach

LEG in Lostorf

Übersicht der aktiven und in Gründung befindlichen Lokalen Elektrizitätsgemeinschaften.

Hast du bereits eine eigene LEG gegründet? Melde dich bei uns, wir nehmen sie gerne in diese Übersicht auf.

Quartier-LEGIn Gründung
LEG Schulstrasse
28 kWp Leistung
3 Mitglieder
LEG-Verhältnis: Unbekannt
Ich will auch dabei sein

LEG 2.0: mit Live-Daten der Konsumenten

So könnte die Zukunft aussehen: Wenn Konsumentinnen und Konsumenten live sehen, wann Solarstrom im Überschuss vorhanden ist, können sie ihren Verbrauch danach richten. Waschmaschine, Wärmepumpe oder Elektroauto laufen dann, wenn die Sonne scheint. So wird der Strom verbraucht, wenn er im Überschuss vorhanden ist, das Netz wird entlastet, und Quartierspeicher werden attraktiver.

Dafür braucht es zwei Bausteine. Erstens ein Gerät, das die Live-Daten des Smartmeters ausliest und in die Cloud überträgt, zum Beispiel Wattling. Den Zugang zum Smartmeter schaltet Primeo auf Anfrage frei. Zweitens eine übergeordnete Intelligenz, die die Daten aller Teilnehmenden zusammenführt und zeigt, wann Überschuss vorhanden ist. Das könnte zum Beispiel lastamina.ch übernehmen. Beide Beispiele stammen vom selben Schweizer Anbieter.

Die Grafik zeigt ein Beispiel mit drei Produzenten (zwei davon mit Batteriespeicher) und zwei Konsumenten. Die untersten 30 % jeder Batterie (gestrichelte Linie) bleiben für den Eigenverbrauch reserviert und stehen der LEG nicht zur Verfügung. Wähle ein Szenario, um zu sehen, wie sich der Stromfluss verändert.

Die Sonne scheint stark. Die Produzenten decken zuerst ihren Eigenverbrauch und laden die Batterien. Nur der Überschuss geht in die LEG. Er deckt den Strombedarf der Konsumenten zu 100 %. Was die Konsumenten nicht brauchen, fliesst ins Netz.

LEG Lostorf Demo 2.0 Live AnsichtSzenario Sonniger Mittag. Die Sonne scheint stark. Die Produzenten decken zuerst ihren Eigenverbrauch und laden die Batterien. Nur der Überschuss geht in die LEG. Er deckt den Strombedarf der Konsumenten zu 100 %. Was die Konsumenten nicht brauchen, fliesst ins Netz. Beispielwerte.Smart MeterliveLEG Lostorf Demo 2.0 Live AnsichtProduzenten, Batteriespeicher und Konsumenten der Gemeinschaft in EchtzeitProduzent 1PV-Anlage28 kWpBatterie lädt16.6 kWhDie untersten 30 % der Batterie sind für den Eigenverbrauch reserviert und für die LEG gesperrt.+4.0 kWErzeugung14.0 kWEigenverbrauch1.8 kWÜberschuss an LEG8.2 kWProduzent 2PV-Anlage16 kWpBatterie lädt15 kWhDie untersten 30 % der Batterie sind für den Eigenverbrauch reserviert und für die LEG gesperrt.+2.5 kWErzeugung8.0 kWEigenverbrauch1.2 kWÜberschuss an LEG4.3 kWProduzent 3PV-Anlage10 kWpOhne BatteriespeicherErzeugung5.0 kWEigenverbrauch0.8 kWÜberschuss an LEG4.2 kWLEG Lostorf Demo 2.0Live-BilanzLIVEÜberschussder 3 Produzenten16.7 kWVerbrauchder 2 Konsumenten7.2 kWEinspeisung ins Netz9.5 kWTrafostationVerteilnetz Primeo9.5 kW ins NetzKonsument 1Haushaltohne PV-AnlageBezug jetzt4.3 kWLEG-Strom100 %Konsument 2Haushaltohne PV-AnlageBezug jetzt2.9 kWLEG-Strom100 %Solarstrom der ProduzentenStrom aus BatteriespeichernStrom zu den KonsumentenAustausch mit dem NetzLive-Messwert (Smart Meter)Beispielwerte

Virtueller Zusammenschluss

Was ist ein vZEV?

Ein virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (vZEV) ist eine Eigenverbrauchsgemeinschaft, in der mindestens zwei Strombezüger gemeinsam mit mindestens einer Photovoltaikanlage lokal produzierten Solarstrom innerhalb der Nachbarschaft nutzen.

Voraussetzung ist, dass alle Teilnehmenden am gleichen Netzanschlusspunkt angeschlossen sind. Der vZEV erhöht die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen, senkt die Stromkosten der Beteiligten und ermöglicht eine effizientere Nutzung des produzierten Solarstroms.

Weitere vZEV-Infos:

lokalerstrom.ch – Betriebsmodell vZEV

Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie: Solarstrom gemeinsam nutzen – ein Praxisbeispiel

Prüfen ob vZEV bei dir möglich ist vZEV Rechner zur Ermittlung von Wirtschaftlichkeit
Schema eines virtuellen Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (vZEV)

Grafik: bkw.ch (In Lostorf ist der Energieversorger Primeo)

Mehr Erlös für Produzenten
Wer eine Solaranlage betreibt, verkauft den Überschussstrom direkt an Nachbarinnen und Nachbarn, zu einem deutlich besseren Preis als bei der Rückspeisung ins Netz.
Bessere Eigenverbrauchsquote
Der produzierte Solarstrom wird direkt vor Ort verbraucht. Das steigert die Wirtschaftlichkeit der Anlage und verkürzt die Amortisationszeit.
Günstigerer Strom für Konsumenten
Wer keine eigene Anlage hat, profitiert trotzdem: Lokal bezogener Solarstrom ist günstiger, weil Netznutzungsgebühren und Abgaben wegfallen.
Solarstrom ohne eigene Anlage
Auch Mieterinnen und Mieter oder Haushalte ohne Dachfläche können am vZEV teilnehmen und lokal produzierten Solarstrom beziehen.
Sparpotenzial
Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit Wärmepumpe spart durch die Teilnahme an einem vZEV rund CHF 200–400 pro Jahr, abhängig von Verbrauch und Nutzungsverhalten.
200–400.-
Ersparnis pro Jahr

Detaillierte LEG-Rechner

Mit den beiden Rechnern findest du heraus, wie du von der LEG profitierst. Beachte: Ein reiner LEG-Bezug ist in der Praxis nicht realistisch – von Dezember bis Februar steht nicht genügend Solarstrom zur Verfügung.

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Konsumenten-Rechner

Berechnen Sie Ihre Stromkosten mit und ohne LEG – aufgeteilt nach Energie, Netz und Abgaben. Vollständiger Tarifvergleich mit Ersparnis-Ausweis.

Zum Konsumenten-Rechner →
☀️

Produzenten-Kalkulator

Vergleichen Sie Ihren PV-Einspeiserverdienst über die LEG mit dem Primeo-Direkttarif – quartalsweise, mit Excel-Import aus dem Primeo-Kundenportal.

Zum Produzenten-Rechner →

Solaranlagen in Lostorf

PV-Karte Lostorf

Alle registrierten Photovoltaikanlagen der Gemeinde Lostorf, live aus der Datenbank des Bundesamts für Energie.

Neue Anlagen erscheinen hier mit einer Verzögerung von mehreren Monaten.


Lostorf

Energiestadt Lostorf

Logo Energiestadt Lostorf

Lostorf ist seit dem 12. März 2024 offiziell Energiestadt und damit Teil des Netzwerks Energiestädte Kanton Solothurn, gemeinsam mit Biberist, Grenchen, Oensingen, Olten und Solothurn. Eine eigens gegründete Arbeitsgruppe Energiestadt setzt seither laufend neue Massnahmen für einen sparsameren Energieverbrauch und den Ausbau erneuerbarer Energien um.

Aktuelle Projekte der Arbeitsgruppe:

E-Car-Sharing bei der Migrol-Tankstelle, seit November 2025 buchbar über die Mobility-App
Intelligente Strassenbeleuchtung, Teststrecke an der Sandgrubenstrasse mit bewegungsgesteuerten LED-Kandelabern
Themenabende zu Heizungsersatz, energetischer Sanierung und Photovoltaik mit Fachreferaten und Marktständen
Energie- und Klimastrategie in Erarbeitung, für verbindliche, langfristige Ziele

Die Arbeitsgruppe freut sich über neue Ideen. Kontakt: …

Themenabende

Die Energiestadt Lostorf lädt regelmässig zu Themenabenden mit Fachreferaten und Marktständen ein.

Nächster Themenabend · 5. Energiestadt Themenabend
Mittwoch, 27. Januar 2027
«Für Winter & Sommer dämmen»
Aula Schulhaus 1912, Lostorf

Der Abend zeigt der interessierten Bevölkerung Lostorfs, welche Bedeutung das energetische Sanieren hat und wie es angegangen werden kann. Das ist besonders jetzt wichtig, vor der Abschaffung des Eigenmietwerts per 1.1.2029.

In vier Etappen zur Sanierung
1Wärmebildauswertung
2GEAK-Analyse
3Finanzplanung
4Umsetzungsplanung
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Vorläufiges Programm
18:30
Türöffnung / Marktstände
19:00
Fachreferate
  • Wärmebild- und GEAK-Analyse (Energieberater)
  • Finanzierung (Finanzplaner)
  • Umsetzungsplanung (Architekt/Fachplaner)
19:45
Austausch am Marktstand
  • Marktstand Wärmebild- und GEAK-Analyse
  • Marktstand Dämmung
  • Marktstand Finanzplaner
20:40
Wrap-Up im Plenum
21:00
Schluss & Apéro

Handlungsfelder im Aktivitätenprogramm 2024–2028

Der Gemeinderat hat dazu ein Aktivitätenprogramm mit 27 konkreten Massnahmen beschlossen, ein Auszug nach Themen:

Energie & Gebäude
PV-Anlage und Wärmeverbund am Gemeindehaus
Energetische Sanierung von Kindergarten, Schulhaus und Alterszentrum DRH
Zertifizierter Ökostrom für alle Gemeindeanlagen
Mobilität
E-Car-Sharing bei der Migrol-Tankstelle
Prüfung von Bike+Ride-Anlagen
Busverbindung nach Olten
Natur & Gewässer
Konzept für den Gewässerunterhalt
Biodiversitätsprojekt «Legat Brügger»
Neophyten- und Clean-Up-Days
Information & Beteiligung
Infostand am Dorfmäret
Jährliches Nachhaltigkeitsforum
Regelmässige Beiträge im 3Rosenblatt

FAQ

Häufige Fragen

Allgemein

Lohnt es sich noch, eine eigene PV-Anlage zu installieren?
Ja, in den meisten Fällen weiterhin, vor allem wenn möglichst viel Solarstrom selbst genutzt wird. Eingespeister Strom wird nur noch tief vergütet (Mindestvergütung 6 Rp./kWh bei Anlagen unter 150 kWp), während Netzstrom mit den Primeo-Tarifen 2027 je nach Tarif rund 28 bis 34 Rp./kWh kostet (Energie, Netz und Abgaben, inkl. MwSt.). Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist deshalb deutlich mehr wert als eine eingespeiste. Mit einem intelligenten Energiemanagementsystem und einer Batterie lässt sich der Eigenverbrauch stark steigern: Wärmepumpe, Warmwasser und Elektroauto laufen dann, wenn die Sonne scheint, und die Batterie hebt den Mittagsüberschuss für Abend und Nacht auf. Laut EnergieSchweiz lässt sich der Netzbezug über die reine PV-Anlage hinaus praktisch nur mit Speichern und einer intelligenten Regelung weiter senken. Als Faustregel (Swissolar) genügt oft ein Speicher von rund 1 kWh pro 1'000 kWh Jahresverbrauch. Dazu kommen Förderungen: die Einmalvergütung des Bundes für die PV-Anlage und der Energiefonds von Primeo, der sich mit bis zu 30 % an den Kosten eines Batteriespeichers beteiligt. Ob sich eine Anlage für dein Haus rechnet, hängt von Dach, Verbrauch und Speichergrösse ab. Eine Beratung durch eine Fachperson oder der Solarrechner von EnergieSchweiz geben dir eine genaue Antwort.
Kann man eine PV-Anlage oder einen Batteriespeicher von den Steuern abziehen?
Das hängt davon ab, ob es ein Neubau oder ein bestehendes Haus ist. Die Angaben gelten für selbstgenutztes Wohneigentum im Kanton Solothurn (Solothurner Steuerbuch, Fassung vom 24.04.2025). • Bestehendes Haus: Ja. Die Kosten für eine PV-Anlage (auch freistehend auf demselben Grundstück) gelten als Energiespar- und Umweltschutzmassnahme und können bei der Einkommenssteuer abgezogen werden. Das gilt seit einem Urteil des Steuergerichts von 2022 auch für Batteriespeicher, besonders mit intelligenter Steuerung. Nicht abziehbar sind mobile Balkonkraftwerke. • Neubau: Nein. Bei Neubauten, Ersatzneubauten und Gebäuden, die in den letzten fünf Jahren fertiggestellt wurden, sind die Kosten nicht abziehbar, auch nicht für den Batteriespeicher. Die Frist von fünf Jahren beginnt mit der Fertigstellung beziehungsweise Bezugsbereitschaft. Die Kosten zählen dann zu den Anlagekosten und senken später bei einem Verkauf die Grundstückgewinnsteuer. Wird die Anlage auf einem neu gebauten Anbau installiert (zum Beispiel einem Carport), ist sie abziehbar, wenn das Hauptgebäude älter als fünf Jahre ist. In der Steuererklärung ist der effektive Abzug für den Liegenschaftsunterhalt zu wählen, mit der Pauschale ist dieser Abzug bereits abgegolten. Förderbeiträge wie die Einmalvergütung vermindern den Abzug, denn abziehbar ist nur der selbst getragene Teil. Kosten, die im Rechnungsjahr nicht vollständig abgezogen werden können, lassen sich auf die zwei folgenden Steuerjahre übertragen, wenn das Reineinkommen negativ ist. Wie lange noch? Der Bundesrat hat die Abschaffung des Eigenmietwerts auf den 1. Januar 2029 in Kraft gesetzt. Bis und mit Steuerjahr 2028 gelten die heutigen Abzüge. Danach entfällt der Abzug für Energiespar- und Umweltschutzinvestitionen bei der direkten Bundessteuer. Die Kantone können ihn weiterführen, aber nur zeitlich begrenzt. Wie der Kanton Solothurn dies für die Staatssteuer regelt, sollte vor einem Projekt beim Kantonalen Steueramt erfragt werden. Wer vom Abzug profitieren will, realisiert und bezahlt die Anlage am besten bis Ende 2028. Das ist keine Steuerberatung. Verbindlich ist die Auskunft des Kantonalen Steueramts Solothurn.

vZEV

Muss der vZEV-Verwalter die gesamte Stromrechnung der Gemeinschaft an Primeo bezahlen?
Ja, formell schon. Der vZEV hat gegenüber dem Netzbetreiber (in Lostorf Primeo) nur einen einzigen Messpunkt. Die vZEV-Vertretung, also der vZEV-Verwalter, ist Vertragspartner des Netzbetreibers für Netzanschluss, Messdienstleistungen und Grundversorgung. Deshalb geht die Rechnung für den Strombezug der ganzen Gemeinschaft an ihn. Die Kosten bleiben aber nicht beim vZEV-Verwalter hängen: Er verteilt die Netzrechnung anhand der Smartmeter-Messdaten auf die Teilnehmenden und verrechnet ihnen Netzstrom und Solarstrom. Der Netzstrompreis ergibt sich aus den effektiv verrechneten Kosten des Netzbetreibers. Dafür bietet Primeo die Software «Primeo EasyBill» an. Daneben gibt es private Anbieter wie zevvy, die die Abrechnung für ZEV, vZEV und LEG als Plattform übernehmen. Ob ein Anbieter zusätzlich Rechnungsversand und Inkasso übernimmt, ist je nach Angebot verschieden und sollte vor Vertragsabschluss geklärt werden. Gemäss der Vertragsvorlage von Primeo erfolgt die Abrechnung quartalsweise nach Eingang der Netzrechnung, die Zahlung ist innert 30 Tagen fällig. Das Debitorenrisiko im Detail: Schuldner des Netzbetreibers ist der vZEV-Verwalter, nicht der einzelne Teilnehmende. Er muss die Netzrechnung auch dann vollständig bezahlen, wenn einzelne Teilnehmende zu spät oder gar nicht zahlen. • Vorfinanzierung: Die Netzrechnung trifft ein, bevor die Teilnehmenden abgerechnet sind und bezahlt haben. Bei einer Zahlungsfrist von 30 Tagen muss der vZEV-Verwalter den Betrag in der Regel vorstrecken. • Zahlungsausfall: Was ein Teilnehmender nicht bezahlt, bleibt beim vZEV-Verwalter hängen. Mahnungen kosten Zeit, und selbst eine Betreibung führt nicht immer zu einer Zahlung. • Absichern: Empfehlenswert sind Akontozahlungen im Voraus (wie bei den Nebenkosten), klare Zahlungsfristen und Mahngebühren in der schriftlichen vZEV-Vereinbarung sowie, wenn gewünscht, ein Dienstleister, der auch das Inkasso übernimmt. Eine unverbindliche Vereinbarungsvorlage stellt Primeo zur Verfügung. Bei Unsicherheiten lohnt sich eine rechtliche Prüfung.

LEG

Entlastet eine LEG das Stromnetz?
Nicht automatisch. Eine LEG ist zunächst eine Abrechnungs- und Handelsgemeinschaft: Der Strom fliesst physikalisch genau gleich zum Nachbarn, egal ob er aus der Solaranlage oder aus dem Netz stammt. Der Netzrabatt von bis zu 40 % entsteht, weil für den lokalen Austausch nicht die gesamten Netzgebühren anfallen, und nicht, weil das Netz dadurch entlastet wird. Entlastet wird das Netz erst, wenn Verbrauch und Solarproduktion zeitlich zusammenpassen. Dafür müssen Konsumenten oder ihre Geräte wissen, ob gerade ein Solarüberschuss vorhanden ist. Es braucht also eine Live-Ansicht und eine gewisse Intelligenz, zum Beispiel ein Energiemanagement, das Wärmepumpe, Boiler oder Elektroauto bei Überschuss einschaltet. Für die Live-Ansicht braucht es zusätzlich ein Gerät, das die Messdaten des Smartmeters ausliest und weiterleitet. Die meisten Smartmeter besitzen dafür eine Kundenschnittstelle, und Primeo schaltet den Zugang auf Anfrage frei. Ein Beispiel für ein solches Gerät ist das Schweizer «Wattling»: Es liest die Daten über den P1/DSMR-Port des Smartmeters in Echtzeit aus und zeigt sie in einer App und einem lokalen Dashboard an. Eine Plattform, die solche Daten einer ganzen Gemeinschaft zusammenführt, ist lastamina.ch (aktuell in der Beta-Phase). Sie zeigt Erzeugung, Verbrauch und Überschuss live an und sieht gemäss ihrem Beispieldiagramm auch Steuersignale an Verbraucher vor. Wattling und lastamina.ch stammen beide von der ecolabor GmbH.

Kontakt

Fragen zur LEG oder vZEV?

Du möchtest eine vZEV oder LEG gründen oder einer bestehenden Gemeinschaft beitreten? Wir begleiten dich auf dem Weg: melde dich, wir helfen dir gerne weiter.

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